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Schlachthofabfälle

Biogasanlagen haben gerade in der Abfallentsorgung große Potenziale, unterliegen aber auch besonderen Herausforderungen. Auch in Schlachthöfen fallen Reststoffe an, die ebenso wie andere tierische Nebenprodukte in der Biogasanlage verwertet werden können. Neben Magen-Darminhalt, Blut und Fleischresten fallen zum Teil Innereien oder Abwässer aus dem Fettabscheider an.  


Diese gewerblichen organischen Reststoffe können gemeinsam mit landwirtschaftlichen Reststoffen in so genannten Co-Vergärungsanlagen verwertet werden. Damit kann einerseits die Biogasausbeute erhöht und gleichzeitig ein Reststoff kostengünstig entsorgt werden. Diese Anlagen, die in der Regel im landwirtschaftlichen Umfeld angesiedelt sind, können häufig besonders wirtschaftlich betrieben werden. Allerdings sollten nur Reststoffe zum Einsatz kommen, die nur einen minimalen Störstoffanteil enthalten. Für Reststoffe mit signifikantem Störstoffanteil ist eine separate Entsorgung in Anlagen zur Vergärung von Speiseresten vorzuziehen, da dort geeignete Einrichtungen zur Abscheidung dieser Störstoffe vorgesehen werden.


Bei der Vergärung muss auf ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis geachtet werden und ggf. durch  andere geeignete Substrate ergänzt werden. Je nach Abfallart kann auch der Störstoffgehalt verfahrenstechnisch relevant sein. Zu beachten ist, dass zahlreiche länderspezifische Auflagen zur Hygiene zu beachten sind.


Problemfelder sind:

  • die erforderliche Vorbehandlung nach EU-VO 1774/2002
  • der hohe Stickstoffeintrag  durch Blut
  • die mögliche Prozessinhibierung durch NH3
  • Schaumbildung
  • Geruchsemissionen (FFS) durch kurzkettige Fettsäuren
  • Wärmeeinbindung
  • Prozessstabilität

Wir bieten unseren Kunden aus Industrie und kommunaler Abfallentsorgung auch für Schlachthofabfälle extrem leistungsfähige Biogasprojekte mit minimalen Wartungs- und Betriebskosten. Die Vorteile auf einen Blick:

  • Optimierte Störstoffseparation in der Vorbehandlung.
  • Störstoffe werden dank kontinuierlicher Durchmischung im CSTR-Fermenter in der Schwebe gehalten.
  • Schwimmschichten können durch bewährte technische Lösungen gelöst oder ausgetragen werden.
  • Schaumbildung bei schwierigen Substraten wird durch unser Prozessdesign minimiert und entstehender Schaum durch entsprechende Sprühvorrichtungen gelöst.
  • Extrem wartungsfreundliches Anlagenkonzept ermöglicht Wartung und Reparatur im laufenden Betrieb.

Ansprechpartner

Michael Schuster

Vertriebsleiter Biogas

Michael.Schuster(at)ffe-solutions.com
 +49 4392 - 91 77 152

Referenzen

Biogasanlage Pella, Griechenland
Biogasanlage für Schlachthausabfälle, Gülle und Molke


Fermenter:            5.000 m³
                               Ø = 18,79 m; H = 18,29 m
Gärrestlager:        5.000 m
                               Ø = 30,74 m; H =  7,03 m
Inbetriebnahme:   2015